Nixe

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Endgültigen Liegeplatz erreicht

Nach vielen Jahren unter einer Plane im Gewerbegebiet von Grünendeich hat die historische Lühejolle NIXE ihre letzte Reise angetreten. Pünktlich zum 10jährigen Bestehen des FÖRDERVEREINS LÜHE-AUE e.V. im Sommer 2018 konnte sie in einen eigens für sie errichteten Anbau an das HANDWERKS-MUSEUM in Horneburg einziehen. Hier steht sie jetzt gut geschützt vor Witterungseinflüssen und kann nun auch der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Eine hölzerne Empore erlaubt den Besuchern einen faszinierenden Blick von oben auf die Spanten und Planken. Die Wände des an einen Werftschuppen erinnernden Gebäudes geben mit Fotos und Texttafeln vielfältige Informationen über das Schiff.

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Die letzte Lühe-Jolle

Die Lühe-Jolle war ein relativ kleines Segelschiff, das für den Obsttransport gebaut wurde. Weil die Lühe, besonders zwischen Horneburg und Steinkirchen sehr schmal war, konnten nur kleine Schiffe den Fluss befahren, da sie auf dem engen Fluss noch wenden mussten. Besonders auf den weit entfernten Märkten war der Obsthandel in früheren Zeiten ein gutes Geschäft. So fuhren die Schiffer aus dem Alten Land ihr Obst mit den Lühe-Jollen auf der Nordsee bis nach London und Schottland, auf der Ostsee nach Norwegen und sogar bis ins entfernte St. Petersburg. Einige Lühe-Jollen, so berichtete Erich Garrn, fuhren halbreife Zwetschen nach Schottland. Dort wurden sie vergoren und zu Schnaps gebrannt. Als Rückfracht kam Weizen an Bord. In Otterndorf wurde die Weizenfracht gelöscht und dort als Saatgut verkauft. Mit diesem einträglichen Handel konnte der Schiffer „tausende von Goldmark“ verdienen. So hatte Jan Hauschildt eine Lühe-Jolle besessen und damit Äpfel nach Tallin transportiert. Dort wurden die Äpfel gegen Holz getauscht, welches nach Ende der Reise für viel Geld verkauft wurde.

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